Aufgrund CORONA bis auf weiteres abgesagt: Herbstversammlung im Oktober

Aufgrund CORONA bis auf weiteres abgesagt: Herbstversammlung im Oktober

Den imkerlichen Saisonabschluss bildet wie jedes Jahr unsere Herbstversammlung mit namhaften Referenten. Danach verabschieden wir uns in die Winterruhe und tun es den Bienen gleich und warten bis zum Frühjahr um ausgeruht in die neuen Bienensaison zu starten. Der Referent wird noch bekannt gegeben.

Bericht zur Herbstversammlung mit Vortrag

Bericht zur Herbstversammlung mit Vortrag

Nach fristgerechter Einladung aller Mitglieder begann die Herbstversammlung des Imkerverein Stierberg am 25.10.2019 um 19:30 Uhr in der Brauereigaststätte Stierberg. 1. Vorsitzender Andreas Lentner begrüßte alle anwesenden Mitglieder und freute sich über so zahlreiches Erscheinen. Besonders begrüßt wurden Herr Anton Friedrich (Presse) sowie Ehrenmitglied Karl Maier. Nach einem kurzen Jahresrückblick, in die hinter uns liegende Bienensaison, wurde der Ablauf des Abends vorgestellt. Auf der Tagesordnung standen die Verabschiedung der Satzung durch die Mitglieder und ein Vortrag von der Bienensachverständigen des LVBI Mü/Aö Maria Lohmeier sowie eine anschließende Diskussion.

Beginnend mit dem ersten Tagesordnungspunkt wurde die Satzung mittels Beamer auf eine Leinwand projiziert und durch die Schriftführerin Maria Lohmeier laut und deutlich verlesen. Während der Vorlesung wurden keinerlei Fragen durch die Mitglieder gestellt, lediglich die Presse Anton Friedrich hatte eine Verständnissfrage welche sofort beantwortet werden konnte. Nach dem Verlesen der Satzung wurde Mittels Akklamation abgestimmt. Alle anwesenden Mitglieder stimmten der verlesenen Satzung zu, es gab keine Gegenstimmen sowie Enthaltungen, somit konnte diese verabschiedet werden.

Im Programm folgend referierte Bienensachverständige Maria Lohmeier über unsere fleißigen Bienen und lud zu einer „Spurensuche ins Bienenvolk“ ein. Das Bienenvolk gibt immer wieder aufs Neue Rätsel auf, besonders für Jungimker ist es oft nicht einfach die verschiedenen Zeichen und Bilder einordnen und deuten zu können, so Lohmeier. Die Zeichen im Bienenstaat richtig zu verstehen ermöglicht es allerdings, den Zustand und auch die Bedürfnisse der Bienen besser einschätzen zu lernen, ohne große Eingriffe vornehmen zu müssen. In ihrem gut einstündigen und reich bebilderten Vortrag ging Lohmeier auf die verschiedensten Situationen ein, welche in einem Bienenvolk anzutreffen sind. Von der Auswinterung beginnend über die Zeichen am Flugbrett, der Schwarmzeit bis hin zu Krankheitsanzeichen wurden alle Themenfelder behandelt.

Viele Fragen, welche im Anschluss gestellt wurden, konnten beantwortet werden.

Der erste Vorsitzende Andreas Lentner bedankte sich bei Lohmeier für den spannenden Vortrag und wünschte allen Imkerinnen und Imkern eine ruhige Winterzeit, ein gutes nach Hause kommen und eine tolle kommende Bienensaison.

Herbstversammlung mit Referentin Maria Lohmeier zum Thema: „Spurensuche im Bienenvolk – Bienenvölker besser verstehen lernen“

Herbstversammlung mit Referentin Maria Lohmeier zum Thema: „Spurensuche im Bienenvolk – Bienenvölker besser verstehen lernen“

Am letzten Freitag im Oktober findet traditionell unser letzter Stammtisch im Jahr statt. Im Rahmen unserer Herbstversammlung ist wie jedes Jahr ein interessanter Vortrag mit eingebunden. Dieses Jahr hält unsere Bienensachverständige des Kreisverbandes Imker Mühldorf/Altötting und Schriftführerin des Imkerverein Stierbergs, Maria Lohmeier einen Vortrag zum Thema: „Spurensuche im Bienenvolk, Bienenvölker besser verstehen lernen“. Der reich bebilderte Vortrag gibt Aufschluss über Verhaltensweisen und Begebenheiten im Bienenvolk. Alle Mitglieder sowie Interessierte sind herzlich eingeladen.

Herbstversammlung mit Vortrag von Wildlebensraumberater Hans Laumer

Herbstversammlung mit Vortrag von Wildlebensraumberater Hans Laumer

Lebensräume verbessern – Wildtiere fördern – Mensch und Natur verbinden

Referent Hans Laumer vom Fachzentrum für Agrarökologie stellte die Verbindung her

Stierberg / Obertaufkirchen – Zu der diesjährigen Herbstversammlung konnte Imkervorstand Andreas Lentner wieder einen fachkompetenten Referenten, Hans Laumer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aus Straubing gewinnen. Zuvor teilte Lentner mit, dass es ein gutes Blütenhonigjahr war. Ab Juni brach der Honigertrag ein, denn auf Grund der heißen Witterung gab es keinen Waldhonig. Der Klimawandel ist in vollem Gange, die Trockenheit ist nicht nur für die Landwirte ein Problem, sondern auch für Mensch und Tier. Bis vor einigen Tagen war an den Stöcken noch reger Betrieb zu verzeichnen, die Bienen flogen und sammelten Nektar und Pollen. Zudem konnte sich auch die Varroamilbe weiter stark vermehrten. Deshalb empfahl Lentner den anwesenden Imkern, dass sie die Stöcke überprüfen und gegebenenfalls noch vor dem Winter behandeln sollen. Die Bevölkerung wächst, mehr Wohnungen und Straßen werden gebraucht, dadurch wird der Lebensraum für die Wildtiere immer weniger, so trat Hans Laumer in seinem fast zweistündigen Vortrag ein. Deshalb sind Landwirte, Kommunen, Bürger, Jäger, Imker und Naturschützer gefordert, für die Wildtiere Lebensräume zu erhalten und zu schaffen. Das Ziel ist die Förderung der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft. Jetzt im Herbst werden die Hecken und Bäume zurückgeschnitten und das Schnittgut wird gehäckselt, wird gemulcht oder als Hackschnitzel verwendet. In einer Ecke im Garten liegen gelassen, bietet das Schnittgut für viele Tiere wieder neuen Lebensraum. Unterschlupf für den Igel, für Insekten und im Frühjahr einen geschützten Brutplatz für die Vogel. Darunter können sich Ameisen und andere Insekten ansiedeln, die wiederum tierisches Eiweiß für die Aufzucht der Jungvögel liefern. Zudem können auch in einem Beet Blumen angesät werden, die von Ende Mai bis September, Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und andere Bestäuber, als Nahrungsquelle dienen. Dieser Lebensraum würde den Tieren nicht nur Nahrung, Lebensraum und Unterschlupf, sondern auch die Möglichkeit zur Fortpflanzung bieten. Was in den Gärten geschieht, dies muss auch in der freien Natur geschehen. Dort brauchen Fasan, Rebhuhn, Hase und das gesamte Niederwild, Futter, Schutz und Unterschlupf um für ihren Nachwuchs zu sorgen und sie am Leben zu halten. „Die Verbesserung der Lebensraumqualität ist die größte Stellschraube im ökologischen System, um die Artenvielfalt zu fördern“, stellte Laumer fest. Deshalb gibt es für Landwirte ein breites Angebot von derzeit 50 Maßnahmen um Lebensraum für die Wildtiere zu schaffen, und sie werden dabei finanziell unterstützt. Neben den Landwirten können sich auch Jäger, Imker, Naturschützer, Kommunen, aber auch interessierte Privatpersonen von den Wildlebensraumberatern fachgerecht beraten lassen. Sie zeigen auf, wie Blühflächen am Waldrand und Feldflur erstellt werden können, sowie Begrünung von Feldrändern und Stilllegungsflächen. Um eine ganzjährige Versorgung der Wildtiere und Insekten zu gewährleisten, ist es dringend notwendig, nicht nur in den Monaten September bis November Blühflächen zu erzeugen, sondern besonders in der Hauptvegetations– und Fortpflanzungszeit von Mai bis August den vorgenannten Lebewesen ein ausreichendes Nahrungsangebot zu bieten. Nicht nur die Ackerbewirtschaftung, sondern auch die intensive Bearbeitung der Wiesen durch die Landwirte, (siebenmal mähen heißt alle drei bis vier Wochen jeden Grashalm abrasieren und dann Gülle drauf), lässt keine Fauna mehr auf den Wiesen entstehen. Der Löwenzahn sollte noch zum Blühen kommen und die Rehkitze und Junghasen sollen eine Chance bekommen, zu überleben. „Von den Fasanen und den Rebhühnern will man gar nicht erst reden“, so Laumer in seinen Ausführungen. Dabei würden auch die bienenfreundlichen Blühmischungen, auf landwirtschaftlichen „Ungunst“ Standorten ausgebracht, durch die herausfallenden Samen, diesen Tieren auch helfen. Die Nachfrage nach lebensraumverbessernden Maßnahmen zeigen, dass das Interesse an Blühflächen generell hoch ist. Hierbei werden blühende Elemente wie Blühstreifen, Blumenweide und Wildäckern bei Landwirten, Jägern, Imkern und beim Naturschutz bevorzugt. Alle die hierzu Fragen oder Interesse haben, können sich beim zuständigen Landratsamt an die Unteren Naturschutzbehörde wenden, die jedem, auch Privatpersonen, weiterhilft. Zum Abschluss gab Maria Lohmeier noch zwei Termine bekannt. Der in 2019 wieder stattfindende Imkerausflug wird ins Berchtesgadener Land gehen und die Frühjahrsversammlung findet am Sonntag, 24. März um 14 Uhr in der Brauerei Gaststätte Kammhuber – Hartinger statt.

Den Bericht schrieb Anton Friedrich, mit freundlicher Genehmigung diesen auf unseren Seiten zu veröffentlichen.

Danke Toni!