Jahreshauptversammlung 2020

Jahreshauptversammlung 2020

Herzliche Einladung zu unserer Jahreshauptversammlung in Stierberg. Es geht wieder los, auf in die neue Bienensaison! So ist unsere Frühjahreshauptversammlung die Auftaktveranstaltung nach der Winterpause. Es folgt nach einer kurzen Rückschau durch unseren 1. Vorsitzenden, auf das vergangene Bienenjahr der Kassenbericht, der Bericht der Schriftführerin, die Entlastung der Vorstandschaft, eine Vorschau zu Vereinstätigkeiten in 2019 und ein Vortrag der Bienensachverständigen Maria Lohmeier zu aktuellen Themen in der Imkerei. Die Vorstandschaft freut sich auf zahlreiches Erscheinen.

Bitte beachten: An unserer Frühjahreshauptversammlung wird die Bestellung der Varroabehandlungsmittel vorgenommen!

Bericht zur Frühjahreshauptversammlung vom 24.03.2019

Bericht zur Frühjahreshauptversammlung vom 24.03.2019

Schwache Honig Ernte – Zuwachs bei den Mitgliedern und Bienenvölkern                                    100-jähriges Gründungsfest im Jahr 2021 wirft seine Schatten voraus

Obertaufkirchen / Stierberg – Um 20 Prozent, auf nunmehr 66 aktive Imker, ist die Mitgliederzahl beim Imkerverein Stierberg angewachsen. Diese positiven Zahlen konnte Vorstand Andres Lentner bei der diesjährigen Frühjahrsversammlung verkünden. Hierbei werden 304 Bienenvölker, ein Zuwachs von über 20 Prozent, betreut. 2018 war für die Imker ein durchwachsenes Jahr, denn nachdem es bis April eine gute Blütenhonigernte gab, fanden die Bienen, wegen des heißen und trocknen Sommers, nur noch magere Kost auf den Feldern. Dies ist auch der intensiven Bewirtschaftung der Wiesen durch die Landwirte geschuldet, stellte Lentner fest. „Diese Form der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung ist ein politisch gewolltes Thema und muss somit von ihr gelöst werden“. Trotzdem muss weiterhin mit den Landwirten zusammengearbeitet werden und er stellte fest, dass das Volksbegehren für die Artenvielfalt wichtig war. Nur alles den Landwirten in die „Schuhe zu schieben“ wäre nicht fair, sondern jeder muss vor seiner Haustüre kehren. Jeder Hausbesitzer kann in seinem Garten einen Platz anlegen, dort Blumen ansäen, Totholz und Laub sammeln, um ein kleines Biotop für Bienen, Insekten, Igel und Vögel, zu schaffen. Zudem muss nicht jeden Tag der Roboter über den Rasen fahren, damit dort Gänseblümchen oder Löwenzahn keine Möglichkeit haben zu wachsen. Auch auf Balkonen kann ein jeder Blumen für Bienen und Insekten aussäen. Jeder Verbraucher kann auch mit seinem Verhalten und Konsum einen Beitrag zum Naturschutz leisten.

Die Bienen sind größtenteils gut über den Winter gekommen und seit ein paar Wochen wieder aktiv. Jetzt ist die Zeit, um schwache Völker intensiv zu beobachten. Nosema verschmutzte Waben sollen auf keinen Fall mehr hergenommen, sondern eingeschmolzen werden. Starke Völker soll man frühzeitig erweitern, um dem Schwärmen der Bienenvölker vorzubeugen. Mit sehr erfreulichen Zahlen konnte Lentner aufwarten, denn auch die Zahl der Fördermitglieder um zwei auf 19 Personen angestiegen. 2021 feiert der Imkerverein sein 100-jähriges Gründungsfest und er forderte die Anwesenden auf, sich darüber Gedanken zu machen. Im letzten Jahr gab es über 30 Einzeltermine unter anderem der Kreisimkertag in Teising mit MdL Dr. Marcel Huber. In Zusammenarbeit mit dem Imkerverein Buchbach und der Öko-Modell Region wurde in Kagen eine Blumenwiese angelegt. Zum Abschluss seiner Ausführungen bedankte sich Lentner bei allen, die beim Schwindegger Adventsmarkt, am Stand, mithalfen. Dabei kam bei den Kindern, aber auch bei den Erwachsenen, das von Mitgliedern ausgearbeitete Bienen Quiz, sehr gut an. Nach dem Verlesen des letztjährigen Protokolls, durch Schriftführerin Maria Lohmeier, stellte Bürgermeister Franz Ehgartner in seinem Grußwort fest,dass die Biene einen sehr großen Beitrag in der Natur leiste. Er findet es für richtig, dass den Kindern in der Schule die Wichtigkeit der Natur nahegelegt wird. Deshalb begrüßt er es, dass die Schulkinder auf einer gemeindlichen Fläche Wildblumen und Kräuter angesät haben, damit Bienen und die Insekten Futter finden. Das Volksbegehren hat gezeigt wie wichtig Bienen und Insekten für die Bestäubung sind. Durch den Rückgang der Insekten gehen auch die Vogelarten zurück und deshalb ist es wichtig, dass alle an einem Strang ziehen. Früher wurden die Wiesen zwei- bis dreimal gemäht, heute bis zu sieben Mal. Zwischen den Feldern gab es früher Raine und Büsche, heute ist alles verschwunden. Ehgartner hofft, dass nicht nur bei den Landwirten, sondern auch bei der gesamten Bevölkerung ein Umdenken einsetzt.

(Einen ausführlichen Bericht der Bienensachverständigen Maria Lohmeier zum Thema „Hygiene im Bienenvolk und am Bienenstand, sowie Aktuelles aus dem Fachzentrum Veitshöchheim“ bringen wir gesondert).

Zum Abschluss gab Lentner Termine von Veranstaltungen bekannt. In diesem Jahr findet wieder ein Vereinsausflug statt. Am Samstag, 29. Juni, Abfahrt um 7.30 Uhr in Stierberg, es geht zusammen mit dem Imkerverein Taufkirchen / Vils ins Berchtesgadener Land. Dort wird eine Molkerei mit hauseigener Imkerei besucht. anschließend geht es nach Piding, dort stellt Dr. Bernhard Zimmer seinen Bienenweg vor und zum Abschluss wird eine Alm besucht. Am Freitag, 29. März findet in Stierberg bereits der erste Monatsstammtisch statt, Beginn ist 20 Uhr. Wichtig wäre es, so Lentner, dass sich hierbei auch die Hobbyimker einfinden würden, weil er über die Auswinterung der Bienenvölker und Behandlung der Varroamilbe referiert. Abschließend lud Lentner alle Imker am Samstag, 6. April in die Kirche nach Steinkirchen ein, dort findet um 19 Uhr für den verstorbenen Ehrenvorstand Jakob Brandhuber und ehemalige Vereinsmitglieder eine Messe statt. tf

Mit freundlicher Freigabe des Redakteurs Anton Friedrich, welcher den Bericht schrieb. Danke Toni!