Informationen zu Fahrten zu den Bienenständen in Zeiten des Coronavirus/Ausgangsbeschränkungen

Liebe ImkerInnen,

unten angefügt findet Ihr die amtliche Bestätigung, dass wir, obgleich Ausgangsbeschränkungen vorliegen, unsere Bienen weiterhin versorgen können.

Es gibt leider keine allgemeine Fahrgenehmigung, welche von unserem Verband ausgestellt werden kann.

Deshalb findet ihr unten angefügt ein Formblatt was erstellt wurde, in das ihr eure Daten eintragen könnt, insbesondere die Betriebsnummer, die uns als landwirtschaftlicher Betrieb ausweist. Beim Vorweisen dieses Dokuments zusammen mit der Allgemeinverfügung, werden wir bei polizeilichen Kontrollen keine Probleme haben.

Amtliche Bestätigung:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der Anlage die Allgemeinverfügung, die morgen 21.03.2020, 00:00 Uhr in Kraft und mit Ablauf des 03.04.2020 außer Kraft tritt. Die Ausgangsbeschränkungen enden damit am 03.04.2020, 24:00 Uhr.

Jeder wird angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.

Das Verlassen der Wohnung ist aus Verhältnismäßigkeitsgründen bei Vorliegen triftiger Gründe gestattet, die im Einzelnen in Nr. 5 aufgelistet sind. Das Vorliegen dieser Gründe ist bei Kontrollen durch die Polizei glaubhaft zu machen.

Handlungen zur Versorgung von Tieren gelten als triftiger Grund (Nr. 5h).

Die weitgehende Reduktion bzw. Beschränkung sozialer Kontakte trägt entscheidend dazu bei, die Übertragung des Coronavirus zu verringern. Indem die Ausbreitung verlangsamt wird, können die zu erwartenden schweren Erkrankungsfälle über einen längeren Zeitraum verteilt und Versorgungsengpässe in den Krankenhäusern vermieden werden.

Bitte geben Sie diese Informationen weiter. Sie helfen damit, die örtlichen Behörden zu entlasten. Bitte wirken Sie wo möglich beruhigend auf die Menschen ein und appellieren Sie an den Gemeinsinn. Einzelinteressen sollten jetzt weitgehend zurückstehen.

Mit freundlichen Grüßen

Regina Eberhart

Referat L6: kleine Nutztiere, Geflügel, Bienen

Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Ludwigstraße 2

80539 München

Telefon +49 (89) 2182-2446

 

Hier die Allgemeinverfügung als PDF:

Allgemeinverfügung 20.3.Ausgangsbeschraenkung

Hier geht’s zum PDF zum ausdrucken:

Formblatt Fahrgenehmigung

Willkommen im Frühling!!

Willkommen im Frühling!!

Grias eich mitanand,

in Zeiten der Corona-Krise müssen wir alle gut überlegen wann wir das Haus verlassen, unsere Freunde und Familie sehen und zur Arbeit gehen. Wir können das meist frei entscheiden und ein Für und Wieder gut abschätzen. Unsere Bienen können dies nicht. Sie sind völlig unbeeinträchtigt von den globalen Veränderungen und gehen tag täglich ihren gewohnten Aufgaben nach. Das heißt auch für uns Imker „An die Arbeit“! Ich weis ja nicht wie weitreichend die Einschränkungen bei euch sind, hier in Österreich benötigen wir eine schriftliche Fahrerlaubnis zu unseren Völkern, welche uns vom Imkerverband erteilt und ausgestellt wurde.
Auch ich bin fast die ganze Woche an mein zu Hause gefesselt und hab so auch mal wieder Zeit hier einen Beitrag einzustellen was mich wirklich freut. Ich musste leider letztes Jahr, bedingt durch unfassbaren (zum Teil selbstverursachten) Zeitmangel eine kleine Pause für den Blog einlegen. Aber – Corona macht’s möglich – jetzt hab ich Zeit 😉 !

In meinem letzten Beitrag habe ich euch was über das Zeichnen der Königinnen versprochen. Dieses Thema möchte ich durch die saisonalen Gegebenheiten etwas nach hinten stellen.
Ich werde im Jahr 2020 erst einmal mit der Frühjahrsdurchschau beginnen.

Dabei konnte ich sehr Interessantes entdecken. Das erste Volk, mein Start-Volk vom letzten Jahr, ist recht kräftig. Ich könnt gut gefüllte Futterwaben sehen und große Mengen an Pollen. Bedingt durch den massiven Polleneintrag musste ich jedoch beim Wenden der Waben vorsichtig sein, da mir direkt komplette, frisch eingetragene Pollenhöschen entgegengefallen sind. Diese werden ja normalerweise in den einzelnen Zellen mit Enzymen versehen und zu Bienenbrot komprimiert. Ist dies passiert fällt auch kein Pollen mehr heraus – aber da habe ich anscheinend gestört.

Es war Brut in allen Stadien zu erkennen, zwar noch etwas verhalten (4 ca. handtellergroße Brutnester waren zu sehen) aber alles sehr schön kompakt und lückenlos.

Das mittlere Volk, was ich letztes Jahr auf Zandermaß umgezogen habe, war ja schon immer mein kleiner Sorgenfall. Und tatsächlich stellte es sich als das Volk mit der geringsten Bienenmasse heraus. Erfreulich war jedoch, dass sie schon kräftig am Mittelwände ausbauen und für die geringe Volkstärke große Brutnester mit allen Entwicklungsstadien angelegt haben. Wenn man bereits ausgebaute Waben hat sollte man natürlich diese zuhängen um es den Bienen etwas zu erleichtern. Ich als Jungimker habe natürlich lediglich Mittelwände zur Verfügung und muss nun vorerst damit auskommen. Mir ist es wichtig meinen eigenen Wachskreislauf zu haben und verzichte somit auf „Fremdwaben“.

Beim dritten Volk, was in der Reihe ganz außen steht und der Witterung am stärksten ausgesetzt ist, habe ich eine ähnliche Lage wie beim mittleren vermutet. Meine Vermutung sollte sich aber nicht erfüllen. Als ich den Deckel weggenommen habe, sah ich als aller erstes unglaublich viel Wildbau, unter und über der Folie. Ich haben wegen der Futterzarge die Folie nicht bis ganz zum Zargenrand gelegt und einen Korridor zum Eingang der Futterzarge freigelassen. Dies haben die Damen allerdings sofort für einen umfangreichen Ausbau Ihres Habitats verwendet. Nach dem Abnehmen der Folie und entfernen des Wildbaus, habe ich erst die riesige Bienenmasse gesehen. Noch bevor ich das erste Rähmchen gezogen habe, wusste ich dass hier schnellstens eine weitere Zarge her muss. Beim Durchsehen habe ich mich tierisch gefreut. Das Volk strotzt nur so vor Vitalität. Viel Futter, Viel Brut und absolut sanftmütig.

Ich habe ebenso die Böden geöffnet und die Varroaschieber entfernt und gesäubert. Ich konnte nur sehr geringen Totenfall und sogst wie keine Milben erkennen.

Soweit war dann für mich erst mal alles in Ordnung. Für den nächsten Tag habe ich mir vorgenommen das äußerste Volk aufzusetzen um ihnen etwas mehr Raum zu geben. So habe ich es auch gemacht. Ich habe mir noch von meiner Imkerpatin einige Tipps dazu geholt und somit konnte es auch schon wieder losgehen. Ich habe eine Zarge mit 10 Rähmchen und eingelöteten Mittelwänden, die ich letzten Sommer bereits vorbereitet habe ins Auto geladen und bin losgefahren. Am Bienenstand bin ich dann, wie es mir erklärt wurde, vorgegangen. Zuerst habe ich eine recht üppige Futterwabe heraus genommen und einigermaßen bienenfrei bei Seite gestellt und die Lücke mit einer neuen Mittelwand gefüllt. Die Abdeckfolie habe ich, wie ich es auch für die Futterzarge vorgenommen hatte ca. 5cm nach hinten gezogen um so einen Weg in den neuen (späteren) Brutraum freizugeben. Die neue Zarge, mit der vollen Futterwabe versehen, kam dann oben auf die Beute. 

So, warum jetzt genau so? Man muss sich vorstellen dass so eine Raumerweiterung für das Bienenvolk gar nicht so ohne ist. Erstens ist kein Stockgeruch vorhanden, weder bei der Zarge noch bei den Rähmchen – er ist sozusagen fremd. Weiter wird das Volumen auf einen Schlag verdoppelt was von den Bienen einen wesentlich höhere klimatische Regulierung und Leistung fordert. 

Also bieten wir eine kleine Hilfestellung: Die Futterwabe im neuen Stockwerk sorgt für einen bekannten Duft und motiviert die Arbeiterinnen nach oben zu gehen um sich Futter zu hohlen. Die Folie grenzt das Klima noch etwas ab und erleichtert  das „Heizen“ der  unteren Räumlichkeiten. Wenn ich bemerke dass die Mittelwände ausgebaut werden und vielleicht auch schon etwas Honig eingelagert wird werde ich die Folie entfernen – solange es das Wetter natürlich zulässt.

Als kleine Anmerkung möchte ich noch sagen, dass ich in keinem der Völker die Königin zu Gesicht bekommen habe. Durch das, dass ich in jedem Volk Brut in allen Stadien sowie einzelne, aufrecht stehende Stifte gesehen habe, gehe ich im Moment davon aus, dass alle Weiseln da sind. Aber beobachten werde ich dies trotzdem 😉

Ich hoffe Ihr hattet soviel Freude beim Lesen wie ich beim Schreiben!

Bis bald und bleibt gesund!

Euer Flo

Oberbayerische Züchtertagung 2020

Oberbayerische Züchtertagung 2020

Hiermit ergeht herzliche Einladung zur Oberbayerischen Züchtertagung 2020 – wie gewohnt eine Woche vor Ostern – diesmal am Samstag, den 4. April 2020 in Bad Wiessee,. Das Programm und weitere Informationen finden Sie anliegend.

Es wäre sehr erfreulich, wenn Sie als Kreisvorsitzende weitere Interessenten für die Bienenzucht in Fahrgemeinschaft mitnehmen. Sprechen Sie bitte Neuimker in Ihrem Umfeld an und bieten Sie eine Mitfahrgelegenheit an. Auch Anfänger in der Bienenhaltung sind ausdrücklich herzlich willkommen.

Gerade vor dem Hintergrund des zunehmenden Interesses in der Bevölkerung an den Bienen bietet sich auf unserer Züchtertagung eine gute Gelegenheit, die Notwendigkeit der Reinzucht und der eindeutigen Anpaarung auf unseren oberbayerischen Belegstellen nahezubringen.

Bitte werben Sie in Ihrem Umfeld aktiv für eine Teilnahme an unserer Züchtertagung.

Programm ZüTg OBB 2020 PDF

Voller Saal beim Kreisimkertag 2020 in Teising

Voller Saal beim Kreisimkertag 2020 in Teising

Dieses Jahr wurde der Kreisimkertag am 01.03.20 von unserem Kreisverband Imker Mühldorf/Altötting im Reiterhof in Teising ausgerichtet. Althergebracht wechseln sich der VBB und unser Verband jährlich in der Ausrichtung ab. Robert Redinger, 1. Vorsitzender des Kreisverbandes konnte einen TOP Referenten und Vollblut- sowie Berufsimker aus dem schönen Salzburger Land als Vortragenden gewinnen. Gerhard Hinterhauser, Bioberufsimker welcher ca. 400 Völker bewirtschaftet, referierte über das Thema Waldtracht. Trotz strahlender Sonne folgten gut 100 Interessierte dem „süßen Waldhonig“ und der Saal war gut gefüllt.

Robert Redinger freute sich über so zahlreiches Erscheinen und konnte neben allen Interessierten Zuhörern auch den stellvertretenden Landrat von Altötting, Herrn Hubert Gschwendner, den stellvertretenden Landrat von Mühldorf, Herrn Alfred Lantenhammer, den 1. Bezirksvorsitzenden der Imker Oberbayern Herrn Josef Reithmeier, den 1. Vorsitzenden des VBB Herrn Franz Vollmaier sowie den Obmann des Bauernverbandes von Mühldorf, Herrn Ulrich Niederschweiberer sowie Bienensachverständige Maria Lohmeier begrüßen.

Tenor aller Vortragenden war, im Hinblick auf das erfolgreich durchgeführte Volksbegehren „Rettet die Bienen“: Um realistische positive Veränderungen erreichen zu können, funktioniert es nur MITEINANDER! Idealismus, sturer Aktionismus und Polarisierung sowie Fingerzeige auf manche Berufsgruppen bringen keinen weiter. „Wir sitzen alle in einem Boot“ wurde von allen Grußwortspendern ausgesprochen, so müssen wir auch alle anpacken. Privatpersonen, Kommunen, Politik und freilich auch die Landwirte. Robert Redinger verwies auch hier nochmal auf die verlängerte Aktion des Maschinenringes von Mühldorf, welcher 5 jährige Blühpatenschaften mit heimischen Regiosaatgut von Georg Hans anbietet. Es ist wirklich schade, dass diese Aktion so zaghaft angenommen wird und wirft auch kein gutes Bild auf die Natur- und Artenschutz fordernde Gesellschaft, wenn solche Aktionen dann im Sande verlaufen.

Gerhard Hinterhauser erläuterte in seinem Vortrag die Entstehung des Waldhonigs und die Tücken der Prognose. Besonders zu schaffen macht auch uns Imkern hier der Klimawandel und die Trockenheit. Den meisten Waldhonig liefert bei uns die Fichte, welche als „Flachwurzler“ massiv unter dem Trockenstress leidet. Selbstredend fließt auch kein Honig wenn der Baum im trockenen steht. Besser hat es da die Tanne. Als „Tiefwurzler“ kommt diese auch an tief liegendes Wasser und „honigt“ auch in den trockenen Monaten. Hinterhauser muss als Berufsimker mit seinen Bienen wandern, dass bedeutet er muss mit ihnen dort hinfahren, wo eine gute Honigernte zu erwarten ist. Aufgrund der extremen Wetterverhältnisse sei eine Prognose in der Waldtracht immer schwieriger, was ihn in seiner Betriebsweise oft hadern lässt…wo fahre ich hin mit meinen Bienen, wo ist eine gute Ernte zu erwarten?!? Diese Probleme haben die meisten Imker in unserem Kreisverband nicht, denn wir sind Standimker und bleiben in der Regel mit unseren Bienen sesshaft. Man freut sich, wenn der „Wald honigt“, der kommt dann quasi zu uns!

Robert Redinger bedankte sich bei allen Mitwirkenden und Besuchern und wünschte uns Imkern volle Honigtöpfe in 2020!

 

Verlängerung der Aktion: Blühpatenschaft mit RegioSaatgut

Verlängerung der Aktion: Blühpatenschaft mit RegioSaatgut

Der Maschinenring Altötting-Mühldorf hat die schon im letzten Jahr gestartete Aktion „Blühpatenschaften“ optimiert und die Antragsfrist bis März verlängert:  Nun werden die Blumenwiesen mit regionalem Saatgut heimischer Arten (von unserem Vereinsmitglied Georg Hans) für 5 Jahre angelegt. Dafür stellen Landwirte Ackerflächen zur Verfügung und erhalten einen Entschädigung für den Ertragsausfall (Details siehe unten).

Aufgrund mangelnder Nachfrage steht die Umsetzung auf der Kippe, da eine gut bewirtschaftbare Mindestfläche erreicht werden muss. Es wäre sehr schade, wenn die Aktion scheitert, insbesondere vor dem Hintergrund des Artenschutz-Volksbegehrens, bei dem klar wurde, wie wichtig die Unterstützung der Naturschutzbemühungen der Landwirte durch die Verbraucher ist. Blühpatenschaften sind eine gute Möglichkeit für eine konstruktive Zusammenarbeit.

Wir bitten darum, für die Aktion zu werben. Vielleicht gibt es Interessenten im Freundes- und Bekanntenkreis, an die dieser Aufruf weitergeleitet werden kann.

Blühpatenschaften sind ein gutes Geburtstagsgeschenk. Auch Schulen, Firmen und Vereine könnten eine Patenschaft übernehmen.

Wichtig: Bis Ende März beim Maschinenring melden!  Die  Infos und Anmeldeunterlagen finden Sie auf der Homepage:

https://www.maschinenring.de/altoetting-muehldorf/news-termine/news/news-detail/newsID/sie-wollen-bluehflaechenpate-werden-und-etwas-fuer-die-umwelt-tun-wir-wuerden-uns-freuen-sie-als-pate

oder Sie nehmen direkt Kontakt mit dem Maschinenring auf:

peter.falter@maschinenringe.de

Hier das PDF mit Antragsformular: Bluehstreifenaktion_Lkr_Muehldorf